Die Tragödie der Aura

Viele sahen in Malgans Sphäre einen Wandernden. Niemand weiß, was für ein Wesen es ist. Es greift jedoch weder Dämonen noch Menschen an. Und manchmal, nachts, macht Malgan einen Halt. An diesem Punkt kann man sich an das Wesen setzen und er wird gerne über die Kreaturen erzählen, die er in anderen Bereichen gesehen hat.
Eine von Malgans Lieblingsgeschichten ist die Legende von Aura. Es war eine riesige Stute mit schönen, schneeweißen Flügeln. Sie träumte davon, aus ihrer Sphäre zu fliegen und zu anderen zu gehen. Und es gelang ihr, aber die Aura landete in einem Abgrund, der Wohnstätte der Namenlosen. Das Pferd erkannte, dass dieser Raum voller blutrünstiger und gefährlicher unsterblicher Kreaturen war, die es leicht selbst verschlingen konnten, also eilte es zurück. Aber die Namenlosen ließen sie nicht so einfach gehen.
Stattdessen haben sie es in einen Raum gelegt, der keine Schwerkraft hat und die Zeit dort rückwärts fließt. Aura wollte raus, aber es fehlte ihr die Kraft. Das Pferd winkte heftig mit den Flügeln, brüllte, schnaubte, wieherte, aber es funktionierte nicht. Seit Jahrtausenden hat sie versucht, aus diesem Raum herauszukommen, und die Namenlosen haben sie nur verspottet.
Und dann, als die Federn von den Flügeln der Aura fielen und sich zu unheimlichen Trümmern entwickelten, ließen sie die Stute zurück in ihre Welt. Aber niemand sah sie mehr, weil die Aura Angst hatte, zu anderen Pferden, Menschen und anderen Bewohnern dieser Sphäre auszugehen. Mulgan sagt, dass ihre schrecklichen Transformationen es ihr ermöglichen, sich zwischen den Welten zu bewegen. Aber das Pferd wird es nie tun, weil es nicht will, dass jemand von den lebenden es sieht. Woher weiß Malgan dann von ihr?
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